FussSpuren
11. Ägypten
- Dahab - Blue Hole
30. Juni - 21. Juli 2011

Ägypten

Hurghada ist das größte ägyptische Tourismuszentrum am Roten Meer. Hurghada hat etwa 60.000 Einwohner, davon etwa 10.000 ohne legale Aufenthaltspapiere, meist aus den Nilstädten.



Hurghada wird seit den 1980er Jahren von amerikanischen, europäischen und arabischen Investoren zum mit Abstand führenden Badeort am Roten Meer ausgebaut. Eine Million Besucher kamen im Jahr 2004. Den größten Touristenanteil stellen Besucher aus Deutschland, England, Russland und den ehemaligen Sowjetrepubliken. Zahlreiche Rohbauten und neue Tourismuskomplexe bestimmen das Erscheinungsbild. Hurghada hat sich dabei zu einem Urlaubsort entwickelt, der sich entlang der Küste erstreckt. Viele weitläufige Tourismusanlagen und neue Mehrfamilienhäuser lehnen sich an orientalische Stilrichtungen an. Nahe der Stadt befindet sich der internationale Flughafen Hurghada.

Das hohe Touristenaufkommen übertrifft die einheimische Bevölkerung nicht nur in der Hauptsaison um ein Vielfaches. Dennoch hat sich durch die muslimische Kultur und die dadurch bedingte eher zögerliche Vergabe von Alkohollizenzen an der breiten Strandpromenade Sheraton Road in as-Siqala und in der verkehrsberuhigten Zone in ad-Dahar kein ausgeprägtes Nachtleben ausgebildet.

In Hurghada und Umgebung liegen die unterschiedlichsten Hotelanlagen. Vor allem wird geboten: Wassersportmöglichkeiten für Windsurfer, Segler, Hochseeangler, Taucher und Schnorchler an 20 km Stränden mit weißen Sand, die durch Abzäunungen fast nur von den Hotels zugänglich sind.

Das Luxus Resort Sahl Hasheesh befindet sich gerade im Bau. Es liegt 18 km südlich vom Flughafen Hurghada und soll mit seinen 5 unterschiedlichen Golfplätzen und der Bucht mit einer über 11 km langen palmengesäumten Promenade ein Ferienort der Superlative werden, nicht nur für Golfer, sondern auch für die Investoren.

Noch weiter im Süden liegen Makadi Bay, Soma Bay, Safaga (60 km), die Hafenstadt des Osmanischen Reiches al-Qusair (207 km) und Marsa Alam (271 km). Die administrative Grenze zum Sudan ist bei asch-Schalatin erreicht, die bilateral umstrittene völkerrechtliche Grenze liegt noch 140 km weiter südlich. (siehe dazu Hala'ib-Dreieck) Das Gebiet vor allem nördlich von Marsa Alam wird durch ein staatliches Entwicklungsprogramm gefördert und soll in den nächsten Jahrzehnten Hurghada ablösen.

Im Norden von Hurghada, rund 22 km entfernt, liegt das Urlaubsgebiet El Gouna, ein von zahllosen Lagunen durchzogener, völlig neuer Ferienort. Erst in den 1980er Jahren von dem ägyptischen Architekten Samih Sawiris gegründet, wurde El Gouna kontinuierlich ausgebaut, und wo es vorher nur einen sandigen Wüstenstreifen zwischen Meer und Küstenbergen gab, ist heute ein touristisches Zentrum mit dem Anspruch, etwas ganz besonderes zu sein, entstanden.


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